Sterne am Horizont

Jeder hat ein Nachbarschaft.
Ob Sie sind glücklich mit Ihren Nachbarn oder nicht gibt es so viele Faktoren.
Mit meiner Nachbarschaft ist wegen meine Katzen Probleme aufgetreten. Ob ich die böse oder meine Katzen, oder meine Nachbarin sollen Sie es selber beurteilen.
So kam ein Brief von Rechstanwaltskanzlei mit Bedrohung meine Katzen zu verklagen und wo möglich meine Tiere auch ins Tierheim abzuschieben. Mein Antwort will ich hier auch zeigen, weil ich immer öfter über solche ähnliche Situationen höre, wo Katzen werden nicht mehr geduldet und wegen was? Natürlich wegen Scheiße (Kot)....
Jetzt der Brief von Herrn Rechtsanwalt Vogelgesang (ist kein Witz, eben echte Name und auch echte Brief!!!)

"Unsere Mandantin musste zu ihrem Leidenwesen feststellen, dass Ihre Lebensgefährtin ihren mehrfachen Bitten überhaupt nicht nachkommt, dafür Sorge zu tragen, dass die Katzen vor dem Hausenigangsbereich meiner Mandantin zweimal am Tag Katzenkot und - urin hinterlassen. Dies geschieht bedauerweise seit über einer Woche. Da die Katzen unstreitig aufgrund des dickflüssigen Kots krank sind, führt dies zu einer erheblichen Geruchsbelästigung und auch Ekel bei meiner Mandantin. Zudem muss sie das Hinterlassene auch selbst entfernen.
Von den Katzen Ihrer Lebensgefährtin gehen erheblichen Beeinträchtigungen auf dem Grundstück unserer Mandantschaft. Aufgrund des Katzenkots und -urins im Garten treten Verschmutzungen und Verunreinigungen mit der damit verbundenen Geruchsbelästigung auf.
Den Türvorleger vor dem Eingangsbereich kann die Mandantin auch nicht mehr vorlegen bzw. musste einen neuen kaufen, da der andere nicht mehr gereinigt werden konnte.
Aufgrund dieser massiven Beeinträchtigung hat die Mandantin einen erheblichen täglichen Reinigungsaufwand hinsichtlich des Hauseingangsbereichs und des Stellplatzes. In der jetzt auftretenden Form ist dies nicht mehr hinnehmbar. Die Einwirkungen in dieser Weise sind von der Mandschaft auch nicht mehr zu dulden. Die am Grundstück unserer Mandantin auftretenden massiven Verunreinigungen sind keinersfalls als ortsüblich anzusehen. Dies übersteigt die Normalität.
Die Immisionen sind mit zumutbaren Maßnahmen Ihrerseits zu verhindern.
Unsere Mandantin steht daher ein Unterlassungsanspruch kraft Eigentums zu. Weiter stehen unserer Mandantin Schadenersatzansprüche aufgrund der bereits entsandenen Verunreinigungen zu, welche als Eigentumsverletzung betrachtet werden müssen. Unsere Mandantin möchte... entsprechende Ansprüche geltend zu machen... unverzüglich bis längstens (2 Wochen Frist angegeben). Nach fruchtlosem Fristablauf müsste ich meiner Mandantin empfehlen, den Unterlassungsanspruch gerichtlich geltend zu machen... Falss keine Abhilfe bzw. Reaktion erfolgt, wird die Mandantin auch noch den Tierschutzbund beauftragen, zu überprüfen, ob von Ihrer Lebensgefährtin eine artgerechte Tierhaltung bei 7 Katzen (gemeint hier 3 Erwachsene: Lara, Luscha und Zeuss und 4 kleine Kids) überhaupt erfolgen kann.
Die Geduld meiner Mandantin durch die zweimal täglich, "dickflüssigen ekelerregenden Haufen" vor dem Eingangsbereich durch die Katzen Ihrer Lebensgefährtin ist überstrapaziert."
Antwort:

"Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

hiermit teile ich Ihnen mit, dass ich... neben Ihre Mandantin wohne. Dieses Haus und ihr Grundstuck sind doppelt so gross. Es ist bekannt dass in unserer Umgebung viele Katzen wohnen und diese über alle Grundstücke der Nachbarschaft (sie sind so unbelehrbar) laufen. Außerdem haben wir hier sehr oft Füchse , da wir in einer ausgesprochen Gartenlanschaft im Stadtteil Stuttgart-Süd wohnen. Ausserdem haben wir hier in Stuttgart ca. 50.000 Füchse die sich in der Region wegen guter Lebensbedingengen außerodentlich stark vermehrt haben. Es überfliegen ca. 500 Vögel täglich die Grundstücke. Ihre Mandantin hat verunreinigte Fußabstreifer moniert, diese sind seit 1982 nicht mehr gereinigt worden und liegen im Freien mit Markierungsspuren sämtlicher Tiere. Dies animiert immer wieder andere Tiere sich zu entleeren. Es ist nämlich nicht erwiesen, daß nur meine Tiere die Verunreigerungen verursachen. Als Rechtsanwalt sollten Sie Ihre Mandantin auf § 906 BGB hinweisen: Katzen gehören eben zu Tieren, die nicht an der Leine ausgeführt werden, wie Hunde. Freilauf der Katzen kann nachbarschaftlich nicht verboten werden, da wir hier nicht in Mietshäuser sondern in Einfamilienhäusern leben. Ihre Mandantin verwechselt Gesetze zur Katzenhaltung, die an sich nur Mietswohnungen betrifft. Falls Ihre Mandantin ihr Anwesen und ihren Garten mit ihren Riesen-Doppelhaus nicht bewältigen kann, soll sie sich nach einem kleineren Anwesen umschauen, wo sie alle Mitbewohner in alle Ruhe schikanieren darf. Ihre Mandantin ist äußerst streitlustig. Ich bitte ganz höflich Ihrer Mandantin mitzuteilen, dass sie ihre uralten 2 Teppiche vor meine Garege entfernt, darauf liegt Kot eines Fuchsen."

Und wundern Sie jetzt aber nicht, daß ich nur 3 Katzen inzwischen habe. Eine ist weggealufen oder doch gestohlen? und andere doch vergiftet?

Nachbarschaft ist äußerst schwerige Thema. Was meinen Sie dazu?
Lara ist nicht zum erziehen. Sie kommt und geht wenn sie es für nötig findet. Sie ist eben eine "Königin der Nacht". Welche Bäume oder Büsche sie raussucht, bleibt unbekannt. Sie hat eine Riese Teritorium zu erkündigen. Stuttgart ist auch sehr große Stadt.
Amur, ihren klein einzig geblieben Sohn ist dagegen ganz leichte und liebervolle Kater, bleibt immer in der Nähe auch wenn Hund Basco da.
Inzwischen Kater ist 10 Monate geworden und was geschieht später, berichte ich auch. Dazu haben wir noch Miki aufgenommen, ein Kater mit besonderen Charakter. Und weil ich selber "gut erzogene" Katzen habe, dachte ich mir gut wäre mein Trost und Rat zu geben wie man "sanfte Pfoten" erziehen kann...

Aber die Rede war über männlichen Kater

und

so was zum erziehen?...

Lesen sie selber...

Katertag.
von Hr. Günter Stein

Haben Sie einen Kater? Also nicht den alkoholbedingten, sondern den pelzigen? Wenn ja, dann wissen Sie, wovon ich spreche, wenn ich sage: Es gibt (außer der eigenen Holden, aber der habe ich fest versprochen, in dieser Woche mal nichts über sie zu schreiben) kein Wesen, das so schwer zu erziehen ist. Da helfen nur Konsequenz und Ausdauer. So wie in diesem Fall:

Über die Erziehung eines Katers

Mein Kater Tom kam in die Küche geeilt. Es war sieben Uhr morgens und noch verschlafen brühte ich mir gerade einen Kaffee auf. „Morgen, Kater“, brummte ich und war froh, einen solchen zu besitzen, aber nicht zu haben.

Der Kater nahm mich gar nicht zur Kenntnis. Seinen Fressnapf fand er interessanter. Er steckte seinen Kopf in die gefüllte Schüssel und zog ihn im Eiltempo wieder heraus. Vorwurfsvoll blickte er mich an. Die Augen drehte er zum Himmel, so, als stände ihm gerade ein wichtiger Herzinfarkt ins Haus.

„Hör mal zu, Kater“, brummte ich, während die Kaffeemaschine leise zischte, „bis gestern Abend gehörte Leberragout aus der Dose zu deinen Lieblingsgerichten. Also friss!“

„Miau“, antwortete der Kater. Was bis gestern galt, war für ihn völlig uninteressant. Wie konnte sein Mensch bloß so herzlos sein, ihm dieses Mahl hinzustellen? Um die schlechte Meinung, die er nun von mir hatte, noch einmal zu bekräftigen, mauzte er gleich ein zweites Mal. „Dass mir mein Mensch so etwas antun kann“, hieß das.

Der Mensch konnte. Ohne jeden Skrupel deckte ich meinen Frühstückstisch, schlug die Zeitung auf und begann zu lesen. Laut. Um den Kater zu verwirren.

„Regierungskrise“, las ich. Der Kater wälzte sich ächzend am Boden. „Nacktmodell Imann will heiraten.“ Der Kater blickte nicht einmal auf. Aber gut, er ist kastriert.

„Diätenerhöhung in Berlin.“ Interessierte ihn nicht. Er war selber auf Diät.

Der Kater überlegte angestrengt. Zumindest machte es den Anschein. Vermutlich hatte er eingesehen, dass er auf die Schmoll-Tour nichts erreichen konnte. Also begann er, meine Beine zu beschmusen und biss in meinem dicken Zeh.

„Du bekommst nichts anderes“, zischte ich von oben herab. „Schließlich will ich mir nicht nachsagen lassen, dass ich dich falsch erziehe. Du musst lernen zu essen, was in den Napf kommt, basta!“

„Mau“, machte der Kater. Er hatte kein Wort verstanden.

Ich seufzte lang und anhaltend. „Wie soll mir mein Frühstück schmecken, wenn du mich die ganze Zeit ärgerst? Ich habe heute Vormittag frei und möchte einen erholsamen Tag verbringen. Also lass mich bitte in Ruhe.“

Der Kater dachte überhaupt nicht daran. Auch als ich das Frühstücksgeschirr wegräumte, wich er nicht von meiner Seite. Er verfolgte jeden meiner Schritte aufmerksam, als hätte ich irgendwo einen Futternapf in Reserve, den ich bislang gemeinerweise nur noch nicht herausgerückt hätte.

Nachdem die Hausarbeit erledigt war, setzte ich mich in den Fernsehsessel, um ein wenig zu entspannen. Der Kater sprang auf meinen Schoß. „Hunger“, sagte sein Blick.
„Erziehung“, sagte ich.

Schließlich packte ich den Kater und trug ihn zu seinem Futternapf. Ich stupste ihn mit der Nase hinein. „Das isst du jetzt“.

Der Kater schüttelte sich angewidert: „Das esse ich nicht!“ Und da seine Nase mit dem derart verschmähten Leberragout in Berührung gekommen war, begann er, sie ausgiebig am Teppich abzuputzen. An meinem Teppich.

„Andere Katzen putzen sich die Nase mit der Zunge“, protestierte ich. Aber was soll man einem Kater sagen?

Ich setzte mich zurück in den Sessel. Der Kater rannte schnell wie ein Blitz hinter mir her. Wahrscheinlich wünschte er sich, ich würde mich in eine Maus verwandeln. Oder in ein kleines Kaninchen. Irgendetwas, das man essen konnte.

Der Kater sprang auf meinen Schoß und nahm mich scharf ins Auge.
So saßen wir uns gegenüber. Auge in Auge. „Du bekommst nichts.“, zischte ich. „Doch!“, miaute er.

Es war ein harter Kampf. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Schließlich ließ sich der Kater auf den Rücken fallen und begann zu schnurren. „Miau“, machte er und ließ sich den Bauch streicheln. Dann hielt er seinen Kopf hin und bedeutete, dass nun die Ohren an der Reihe seien.

Tom war hinreißend. Tom war entzückend. Tom war Stein-erweichend. Tom ist ein Biest.

„Du hast gewonnen“, gab ich schließlich seufzend auf. Wir standen auf und gingen in die Küche, wo wir gemeinsam eine Dose neuen Katzenfutters öffneten, die er dann fraß. Triumph blitzte in seinen Augen, während sein Kopf zufrieden im Fressnapf verschwand.

Dennoch. Katzen sind leicht zu erziehen! Und von Taktik haben sie überhaupt keine Ahnung ...

Katzensport: meine Lara mit Amur

und so sieht aus das Ergebnis:


Katzenbabys von lolitadurrani